Vom Wolf zum HausHund in 12 einfachen Schritten

 

Vom Wolf zum HausHund in 12

einfachen Schritten

 

1.  Man biete einem Wolf im

    sicheren Kernterritorium (rund

    um die menschliche Höhle)

    genügend Essensreste, so dass es

    sich für ihn lohnt dieses

    Territorium gegenüber Fremden

    zu verteidigen, und er in

    Sicherheit seine Jungen

    großziehen kann. Man teile mit

    den Wölfen seine Mahlzeit.

 

2. Man nehme den zutraulichsten

    der Wölfe, der sich dem

    Menschen freiwillig anschließt mit

    auf die Jagd, um sich die Arbeit

    aufzuteilen. Dabei lasse man den

    Wolf den für den Menschen

     schwierigen Part des

    Aufstöberns, Hetzens und des

    Stellens der Beute übernehmen.

    Der Mensch erledige das für den

    Hund gefährliche Töten des

    Beutetieres. Man teile seine

    Mahlzeit mit dem Wolf.

 

3.  Man züchte für unterschiedliche

    Arbeiten an der Seite des

    Menschen, die

    unterschiedlichsten Rassen um die

    menschlichen Defizite bei den

    jeweiligen Arbeiten

    auszugleichen. Man teile seine

    Mahlzeit mit seinem

    Mitarbeiter.

 

4. Man biete immer genau dem

    Hund ein zu Hause, den man auch

    für die Erledigung bestimmter

    Aufgaben benötigt.

Man erfreue sich an seinen

Talenten, die ihn auszeichnen und

für den Menschen wertvoll

machen. Man teile seine Mahlzeit

mit seinem unersetzlichen

Mitarbeiter.

 

5. Man züchte HausHunde die zum

    Lifestyle, zur Mode, zum Auto

    und zum Portemonnaie passen.

    Man beachte dabei keinerlei

    phänotypisch und gesundheitlich

    wichtigen Merkmale, die die

    Natur vor tausenden Jahren

    sinnvoller Weise hervorgebracht

    hat. Man wisse besser wie der

    HausHund auszusehen hat, damit

    er verkauft werden kann. Man

    füttere seinen HausHund aus dem

    Napf, natürlich nur mit dem

    besten Industriefutter.

 

6. Man spreche HausHunden ihre

    Instinkte und Bedürfnisse ab, da

    diese störend auf den

    menschlichen Alltag wirken.

Man lasse den Hund einfach

Hund sein und ihn sein Leben in

Freiheit genießen. Man füttere

den Hund aus dem Napf,

nachdem man selbst gegessen hat.

 

 7. Man wünsche sich ebenfalls

    arbeitslos zu sein und genügend

    Freizeit zu haben.

Da man doch noch einiges zu tun

hat, stimme man mit seinem

vollen Terminkalender ab, wann

man drei Spaziergänge mit dem

HausHund hinbekomme. Man

füttere dabei den Arbeitslosen aus der

Hand.

 

8. Man nehme in seinen vollen

    Terminkalender noch die Termine

    für die Hundeschule auf, um den

    Arbeitslosen in eine ABM

    Maßnahme einzugliedern. Man

    gönne dem immer noch

    Erwerbsunfähigen sein Futter aus

    der Hand und aus dem Napf.

 

 9. Man nehme weitere Zeit- und

    Geldintensive Einzelstunden beim

    Hundetrainer seines Vertrauens,

    um vorhandene Auffälligkeiten im

    Verhalten des HausHundes

    endlich abstellen zu können.

 

 10. Man teste die neusten

    Erziehungshilfen und den

    nächsten Hundetrainer, um

    endlich Erfolge zu erzielen und

    dem Arbeitslosen klar zu machen,

    dass er es schließlich als

    HausHund richtig gut hat.

 

11. Man nehme mehrere

     Futterbeutel – gehe mit dem

     zutraulichsten HausHund, der

     sich dem Menschen freiwillig

     anschließt auf die Jagd. Man

     lasse den HausHund den für den

     Menschen immer noch

     schwierigen Part des

     Aufstöberns, Hetzens und

     Stellens der Beute übernehmen.

     Der Mensch erledige das nicht

     mehr ganz so gefährliche Töten

     der Beute. Man teile seine

     Mahlzeit aus dem Futterbeutel

       mit seinem Weggefährten.

 

 12. Man wundere sich, dass ein

     Leben wie in der Steinzeit heute

     immer noch funktioniert.

     Zumindest für den Menschen, der

     mit einem HausHund

     zusammenlebt. Na dann

     „Mahlzeit“!

20.11.14 17:38

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