Willst Du wissen was Deinen Hund bewegt?

Eine globale Bewegung breitet sich aus

Wie erst jetzt durchsickerte, gründeten Hunde in Deutschland eine Bewegung Namens: „Taxis“, mit dem naturalistischen Ziel, für mehr zielgerichtete Bewegung im Leben ihrer Menschen.

Wie bekannt wurde, sind die Menschen in Deutschland seit Jahrzehnten stets nur aus einem Grund mit ihren Hunden unterwegs: Um Spazieren zu gehen!

Dies soll jetzt endlich ein Ende haben.

Die Hundebewegung „Taxis“ fordert deshalb von den Menschen:

 -      Auffrischung des Wissens bzgl. der von Geburt an vorhandenen zielgerichteten Bewegung des Hundes zur Wärme- und Milchquelle

 -     Schlussfolgerndes Denken aus Punkt 1, dahingehend, dass die Bewegung des Hundes stets einen Beweggrund hat und kein Selbstzweck ist sondern Mittel zum Zweck

 -      Änderung der Blickrichtung der Menschen, hin zum Hund und seinen Zielen um ihn besser verstehen und artgerecht auslasten zu können

 -         Klassifizierung der Ziele für die der Hund sich bewegt:

Bewegung um eine Fährte verfolgen zu können

Bewegung um zu einem Artgenossen laufen zu können

Bewegung um das Territorium abgehen zu können

Bewegung um eine läufige Hündin zu erreichen

Hoffentlich auch: Bewegung um zum Menschen zu laufen

-         Erinnerung daran, was Mensch und Hund zusammengebracht hat:  die gemeinsame Jagd

 -      Umsetzen dieser zielgerichteten Bewegung auf dem „Spaziergang“, der den Menschen weiterhin zugestanden wird, unter der Bedingung auf diesem sinnvolle Aktionen für den Hund einzuplanen und durchzuführen

 -      Streichen der Klausel im Mansagt Pamphlet über die Notwendigkeit, dass man dreimal am Tag mit dem Hund spazieren gehen müsse

Am runden Tisch wurde noch bis spät in die Nacht verhandelt, ob man auch auf eigenen Jagdrevieren zwecks eigenständiger Ausführung der Jagd bestehen sollte. Jedoch wurde dies mehrheitlich abgelehnt, mit der Begründung, dass diese Bewegungseinheiten für den Menschen körperlich nicht mehr zu leisten wären und sich deshalb viele Menschen entschließen könnten ihren Hund abzugeben.

Deshalb wurde ein Kompromiss geschlossen.

Die Jagd auf Futterbeutel in unterschiedlichen Varianten wie z.B. Hetzjagd, Fährtenarbeit, Suche, Richtungsweisen, Wasserarbeit usw. soll ab jetzt eine ersatzjagdliche Beschäftigung sein, die Menschen mit Hund zukünftig bewegt.

Nach Veröffentlichung dieser Aufforderung von „Taxis“ in den deutschen Zeitungen, meldeten sich viele entrüstete und überforderte Hundebesitzer per Leserbrief. Hier ein Auszug aus der viel Zahl der Zuschriften:

Herr D. aus B. schrieb:

Meine Erfahrung zeigt, dass der Hund nun mal Bewegung braucht und ein Lauftier ist. Wie kann die Spezies Hund sich nur auf den Jagdinstinkt berufen und daraus alles ableiten? So degradiert man sich selbst ja nur auf diesen Instinkt. Ich bin dafür, alles bleibt so wie es ist und ich gehe weiterhin mit meinem A. spazieren und spiele mit ihm Ball. Dadurch kann ich meinen Hund auch auslasten, und das ohne Jagd.

Herrn D. wurde von „Taxis“ empfohlen sich etwas ausführlicher mit dem Jagdverhalten des Hundes zu beschäftigen, um zu erfahren, dass Beutespiele (egal mit welcher Beute(l)) immer im Jagdinstinkt verankert sind und er in Folge dessen mit seinem Hund schon die Jagd übt, diese aber bald langweilig werden wird und der Hund sich dann neue Herausforderungen mit anspruchsvollerer Beute suchen wird.

Frau F. aus Re. meint:

Also ich wäre doch schön blöd, wenn ich den Jagdtrieb meines Hundes auch noch mit diesen komischen Futterbeutelspielen fördern würde. Dann haut er doch das nächste Mal im Wald direkt ab, weil ich ihn so richtig heiß auf die Jagd gemacht habe. Ich muss meine D. ja jetzt schon immer an der Leine halten damit sie nicht jagen geht. Ne das kommt schon mal gar nicht in Frage. Wir gehen lieber weiterhin an der Leine durch den Wald.

Frau F. wurde angeboten einen Tag im Wellness Hotel auf Kosten der Hundebewegung „Taxis“ zu verbringen.

Sie freute sich schon sehr auf die entspannten Massagen, den Aufenthalt im Whirlpool und die Bewegung im Schwimmbad. Leider musste sie jetzt am eigenen Leib erfahren, wie es ist, zwar alle diese Möglichkeiten theoretisch vor der Nase zu haben, praktisch aber leider nicht umsetzen zu können. Die Anwendungen waren explizit für Frau F. leider geschlossen. Andere Gäste durften diese jedoch nutzen. Frau F. war so frustriert, dass sie dem nächsten Hotelgast der aus dem Massageraum kam ihre Kulturtasche über den Kopf zog.

Nachdenklich geworden, weil sie ihren jagdlich ambitionierten Hund immer wieder zum spazieren gehen in den Wald brachte, zog sie die Möglichkeit in Betracht, ihren Hund jagdlich auszulasten, aber so dass er dabei unter ihrer Kontrolle stand und jeder Zeit abrufbar war. Wer nicht hören will, muss eben fühlen war die einhellige Meinung von „Taxis“.

 

Ehepaar A. aus K. fragte:

Also wir machen Agility und Longieren, alles extra für die Hunde. Danach sind die auch müde. Warum sollten wir etwas ändern?

Taxis meint dazu:

Die Futterbeutel Jagd ist viel mehr als eine artgerechte Beschäftigung für uns Hunde. Sie umfasst vielmehr alle Bereiche des Zusammenlebens mit Euch und ist als ganzheitliche Philosophie zu sehen. Wie auch Ihr Menschen, lernen wir Hunde am Besten im sozialen Bezug, auch zu Euch Menschen. Wir lernen schnell und nachhaltig, wenn es für uns einen Sinn ergibt was wir lernen sollen. Z.B. effektive Jagdtechniken. Das wir dabei auch lernen müssen zu sitzen und abzuwarten und erst auf Signal los dürfen, wissen wir schon von unseren leiblichen Eltern.

Agility und Longieren kommt in unserem natürlichen Umfeld nicht vor. Ihr Menschen habt Euch das ausgedacht, als Beschäftigung für Euch.

Durch Agility werden wir immer schneller und schneller und sollen Euch auch überholen (bei der Leinenführung dürfen wir das aber nicht). Im Endeffekt ist es wie eine Sucht nur schnell alles hinter sich zu bringen um wieder loslegen zu können. Aber dann sind ja erst noch die Anderen dran und wir müssen zugucken und uns den Frust aus der Seele bellen. Wie gestresst wir durch Agility sind, könnt ihr Menschen ganz leicht daran erkennen, wie wir uns „freuen“, wenn wir durchs Ziel kommen. Anspringen ist noch das Harmloseste. Meistens springen wir direkt mit den Vorderbeinen in eure Magengegend um klarzustellen, dass ihr mal wieder zu langsam ward oder um Euch zu begrenzen, weil ihr doch manchmal Unverschämterweise vor uns ward. Manche von uns müssen sogar zubeißen, obwohl uns das ja eigentlich abtrainiert wurde. Zur Jagd gehört aber nun mal das Rennen und dann das Zupacken.

 

Longieren:

Wenn es einen inneren Kreis innerhalb der Familie gibt, warum dürfen wir ihn dann nicht mehr betreten?

Das bedeutet für uns ausgestoßen sein aus dem Rudel und sinnentleertes im Kreis laufen. Ein Leckerchen ist nicht der Sinn des Lebens!

Distanzkontrolle  und Richtungswechsel können wir auch über das Jagdspiel lernen. Im Rudel jagen bedeutet kleinste Veränderungen in der Körperspannung der Rudelmitglieder zu bemerken um darauf adäquat reagieren zu können. Auch über größere Entfernungen.

Wenn mein Mensch sich also an einen Futterbeutel anschleicht und ich mit schleiche und nicht sofort losstürme, haben wir eine größere Chance auf einen Jagderfolg. Dann plötzlich gibt er das Signal zum durchstarten und ich darf den Beutel apportieren. Die Anspannung verwandelt sich in Entspannung.

Wenn mir mein Mensch zeigt ich soll besser den rechten Futterbeutel als den linken Apportieren, habe ich gelernt dass das einen Sinn hat. Vielleicht sind in dem linken nur Korken, aber im rechten meine Mahlzeit? Später kann ich das dann auch ohne Futterbeutel, ich bin ja nicht blöd!

 

Herr L. aus D. ist genervt:

Ne also die ganze Zeit immer diese Futterbeutel auf meinem Spaziergang mitschleppen, da hab ich echt keine Lust zu. Und dann womöglich auch noch in die Stadt zum trainieren mitnehmen, das ist viel zu umständlich. Und wie die Leute dann gucken, so erzieht doch keiner seinen Hund!

 „Taxis“ reagiert entspannt:

Wenn wir als Welpen und Junghunde gelernt haben, dass es überwiegend sinnvoll für uns ist, Eure Signale zu befolgen, werden wir das später auch ohne Beutel tun. Dazu sollten die Signale nur in allen möglichen Situationen generalisiert werden.

Eine artgerechte Beschäftigung benötigen wir natürlich trotzdem noch, aber maximal einmal am Tag. Ruhetage an denen nicht gejagt wird, sind auch sinnvoll. In der Natur hätten wir auch nicht jeden Tag Jagderfolg und manche unserer Rassevertreter gehen gar nicht jeden Tag auf die Jagd (Anmerkung von „Taxis“: z.B. Herdenschutzhunde).

Wenn Ihr immer nur das tut, was Ihr schon immer getan habt, braucht Ihr Euch nicht wundern, wenn alles beim alten bleibt. 

Frage von Frau I. aus G.:

Ich soll nur noch aus dem Beutel füttern? Brauch ich denn dann gar keinen Napf mehr? Und Leckerchen? Und was ist wenn ich mal frisches Fleisch füttern will? Das ist doch dann voll eklig.

„Taxis“ ist amüsiert:

Wir haben noch nie ein Reh gesehen, welches freiwillig in einen Napf springt. Natürlich steht am Ende der Jagd auch das große Fressen an. Sonst würde uns etwas fehlen. Wenn wir den Beutel erjagt haben, sollten wir dann auch gemeinsam mit Euch fressen. Also ihr öffnet und haltet natürlich nur den Beutel, und wir fressen daraus. Leckerchen nehmen wir natürlich auch gerne aus dem Beutel, genau wie Kaumaterial. Frisches Fleisch ist für jeden von uns ein Hochgenuss. Dafür habt Ihr die Gefrierbeutel erfunden. Rein damit und den Gefrierbeutel in den Futterbeutel. Alles ganz easy.

Das war nur ein kleiner Auszug aus den vielen Fragen, die ein Umdenken in Richtung Hund mit sich bringt.

Wenn auch Sie noch Fragen an „Taxis“ haben melden sie sich doch ganz einfach unter hammesfahr@richtung-hund.de unserer Deutschlandvertretung.

Die Hunde in den sog. Schwellenländern indessen, lachten sich ins Pfötchen, weil sie sich kaum angesprochen fühlen mussten von diesen Luxusproblemchen der reichen Industrieländer Hunde. Sie lebten immer noch weitgehend wie vor tausenden Jahren mit ihrem Menschen zusammen im Einklang mit ihrer beider Natur.

Autor und Copyright: Birgit Hammesfahr

So und ich hoffe Ihr habt jetzt auch schon nachgucken können was „Taxis“ bedeutet?

 

4.12.14 12:54, kommentieren

Vom Wolf zum HausHund in 12 einfachen Schritten

 

Vom Wolf zum HausHund in 12

einfachen Schritten

 

1.  Man biete einem Wolf im

    sicheren Kernterritorium (rund

    um die menschliche Höhle)

    genügend Essensreste, so dass es

    sich für ihn lohnt dieses

    Territorium gegenüber Fremden

    zu verteidigen, und er in

    Sicherheit seine Jungen

    großziehen kann. Man teile mit

    den Wölfen seine Mahlzeit.

 

2. Man nehme den zutraulichsten

    der Wölfe, der sich dem

    Menschen freiwillig anschließt mit

    auf die Jagd, um sich die Arbeit

    aufzuteilen. Dabei lasse man den

    Wolf den für den Menschen

     schwierigen Part des

    Aufstöberns, Hetzens und des

    Stellens der Beute übernehmen.

    Der Mensch erledige das für den

    Hund gefährliche Töten des

    Beutetieres. Man teile seine

    Mahlzeit mit dem Wolf.

 

3.  Man züchte für unterschiedliche

    Arbeiten an der Seite des

    Menschen, die

    unterschiedlichsten Rassen um die

    menschlichen Defizite bei den

    jeweiligen Arbeiten

    auszugleichen. Man teile seine

    Mahlzeit mit seinem

    Mitarbeiter.

 

4. Man biete immer genau dem

    Hund ein zu Hause, den man auch

    für die Erledigung bestimmter

    Aufgaben benötigt.

Man erfreue sich an seinen

Talenten, die ihn auszeichnen und

für den Menschen wertvoll

machen. Man teile seine Mahlzeit

mit seinem unersetzlichen

Mitarbeiter.

 

5. Man züchte HausHunde die zum

    Lifestyle, zur Mode, zum Auto

    und zum Portemonnaie passen.

    Man beachte dabei keinerlei

    phänotypisch und gesundheitlich

    wichtigen Merkmale, die die

    Natur vor tausenden Jahren

    sinnvoller Weise hervorgebracht

    hat. Man wisse besser wie der

    HausHund auszusehen hat, damit

    er verkauft werden kann. Man

    füttere seinen HausHund aus dem

    Napf, natürlich nur mit dem

    besten Industriefutter.

 

6. Man spreche HausHunden ihre

    Instinkte und Bedürfnisse ab, da

    diese störend auf den

    menschlichen Alltag wirken.

Man lasse den Hund einfach

Hund sein und ihn sein Leben in

Freiheit genießen. Man füttere

den Hund aus dem Napf,

nachdem man selbst gegessen hat.

 

 7. Man wünsche sich ebenfalls

    arbeitslos zu sein und genügend

    Freizeit zu haben.

Da man doch noch einiges zu tun

hat, stimme man mit seinem

vollen Terminkalender ab, wann

man drei Spaziergänge mit dem

HausHund hinbekomme. Man

füttere dabei den Arbeitslosen aus der

Hand.

 

8. Man nehme in seinen vollen

    Terminkalender noch die Termine

    für die Hundeschule auf, um den

    Arbeitslosen in eine ABM

    Maßnahme einzugliedern. Man

    gönne dem immer noch

    Erwerbsunfähigen sein Futter aus

    der Hand und aus dem Napf.

 

 9. Man nehme weitere Zeit- und

    Geldintensive Einzelstunden beim

    Hundetrainer seines Vertrauens,

    um vorhandene Auffälligkeiten im

    Verhalten des HausHundes

    endlich abstellen zu können.

 

 10. Man teste die neusten

    Erziehungshilfen und den

    nächsten Hundetrainer, um

    endlich Erfolge zu erzielen und

    dem Arbeitslosen klar zu machen,

    dass er es schließlich als

    HausHund richtig gut hat.

 

11. Man nehme mehrere

     Futterbeutel – gehe mit dem

     zutraulichsten HausHund, der

     sich dem Menschen freiwillig

     anschließt auf die Jagd. Man

     lasse den HausHund den für den

     Menschen immer noch

     schwierigen Part des

     Aufstöberns, Hetzens und

     Stellens der Beute übernehmen.

     Der Mensch erledige das nicht

     mehr ganz so gefährliche Töten

     der Beute. Man teile seine

     Mahlzeit aus dem Futterbeutel

       mit seinem Weggefährten.

 

 12. Man wundere sich, dass ein

     Leben wie in der Steinzeit heute

     immer noch funktioniert.

     Zumindest für den Menschen, der

     mit einem HausHund

     zusammenlebt. Na dann

     „Mahlzeit“!

20.11.14 17:38, kommentieren